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Karate

Kampfkunst für Jung und Alt

Karate ist eine Kampfkunst, die stetig weiterentwickelt wird. Im Lauf der Zeit hat es immer wieder herausragende Lehrer gegeben, die dem Karate ihren Stempel aufgedrückt haben. Für den Wado-Ryu-Stil, der im AC-Weinheim gelehrt wird, war das der Gründer des Stils Hironori Ohtsuka. Das Wado-Ryu ist, im Gegensatz zu den anderen Karatestilen, aus der alten japanischen Kriegskunst Shindo Yoshinryu Jiu Jitsu Kempo hervorgegangen. Professor Ohtsuka war 10. Dan und Großmeister dieser Kampfkunst. Er kombinierte harte Karatetechniken mit den weichen, fließenden Bewegungen aus dem Jiu-Jitsu, dem Aikido und dem Schwertkampf (Kendo) und schuf mit dieser Verschmelzung eine hocheffiziente Form der Selbstbehauptung. Sein Schüler Teruo Kono, über ein Jahrzehnt lang weltbester Karate-Kämpfer, brachte das Wado-Ryu als Wadokai-Stil nach Deutschland.

Das koordinativ anspruchsvolle Lehrsystem des Wadokai/Wado-Ryu Karate umfasst neben den traditionellen Karatetechniken ein reiches Repertoire an Hebeln, Kreisbewegungen, Körperdrehungen, Gleichgewichtsverlagerungen und Gleichgewichtsmanipulationen beim Angreifer. Da das Wado-Ryu auf höchste Ergonomie und Effizienz hin ausgerichtet ist, eignet es sich hervorragend als Köperschulung für Jung und Alt.

Die Karateabteilung sieht sich nicht als Leistungschmiede für ein paar wenige, sondern möchte Karate all denjenigen vermitteln, die sich mit den Werten des Budo auseinandersetzen wollen. Das Alter ist dabei zweitrangig, denn es kommt vor allem auf die Freude am Sport und die persönliche Disziplin an, sich stets verbessern zu wollen und seine Fähigkeiten, aber nicht zuletzt auch seine Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Die Übungsleiter unterstützen diese Bemühungen durch ein altersgerechtes- und an die unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen der Schüler angepasstes Training.

Karate-Training

Im Training werden ausgewählte Bewegungsmuster aus dem Kampfsport mit Fitness, Körperwahrnehmung und Selbstverteidigung kombiniert. Karate ist neben einer ganzheitlichen Körper- und Bewegungsschulung ein möglicher Weg zur Selbstfindung. Durch die körperliche und geistige Auseinandersetzung mit dieser Kunst lernt jeder, seine eigene Persönlichkeit zu entfalten. Das Training besteht aus mehreren Abschnitten:

Im Rahmen des Gymnastikprogramms wird der Körper aufgewärmt, gedehnt und es wird eine solide Konditionsbasis aufgebaut. Kräftigungsübungen dienen dem Aufbau der Rumpf- beziehungsweise Körpermuskulatur und -spannung.

Im Kihon (Grundschule) werden Karate-Grundtechniken und Kombinationen sowie eine korrekte Atemtechnik erlernt. Beim Sandsack- und Pratzentraining werden Schlagkraft und Reaktionsvermögen geschult.

Beim Katatraining werden die Wado-Ryu Katas (Kampf gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner) einstudiert.

Mit traditionellen Partnerübungen aus dem klassischen Karate werden die erlernten Techniken in abgesprochenen Angriffs- und Verteidigungssituationen angewendet.

Übungen aus der Selbstverteidigung sollen den Karateka in die Lage versetzen, sich in einfachen Konfliktsituationen schadlos aus der Affäre zu ziehen.

Trainingserfolge

Ein System von Gürtelgraden gibt dem Karateka eine Orientierung über seinen Trainingsfortschritt. Im Breitensport-Training wird er, in Anlehnung an das Wadokai- Prüfungsprogramm, auf die Anforderungen für den nächsten Gürtel vorbereitet.

Der gesundheitliche Nutzen, die Freude am Sport und der gemeinsame Erfolg bei Prüfungen und Wettkämpfen stehen im Mittelpunkt des Karate. Bei einer Sportart, die das Erlernen potentiell gefährlicher Techniken zum Ziel hat, kann dies nur in gegenseitigem Respekt vor den Bemühungen eines jeden Einzelnen sowie im Vertrauen in den Trainingspartner gewährleistet sein. Die Karatekas trainieren miteinander und nicht gegeneinander. In den Dojoregeln ist ein Grundgerüst an Anweisungen zusammengefasst, das helfen soll, das Miteinander auf der Matte zu regeln und die körperliche Unversehrtheit der Trainierenden zu gewährleisten.




 
AC